Montag, 19. August 2013

Geschlechterkampf Runde 3



„Das verbotene Eden:
Magda und Ben

von 

Thomas Thiemeyer
 
 
Inhalt:
 
Im dritten und letzten Teil von „Das verbotene Eden“ erfahren wir die gesamte Vorgeschichte, wodurch es zum Krieg zwischen Männern und Frauen kam. Hierbei stehen die Protagonisten Ben und Magda im Vordergrund, welche im Jahr 2015 noch beide Schüler und sehr jung waren.
 
Ben und Magda erzählen von einer Zeit, die unserer bis zu 99% gleicht, bis dann die Symptome der Impfung einsetzten, ab diesem Zeitpunkt ist gar nichts mehr wie heute. Magda geht, mit einem Messer, auf Ben los und dieser muss, um sein Leben kämpfen, während sie mit Tausenden anderen Frauen die Stadt verlässt, um ein neues Leben zu beginnen.
 
Fünfundsechzig Jahre später herrscht immer noch Feindseligkeit, zwischen Männern und Frauen, und ein großer Krieg steht bevor. Edena die Kriegsherrin der Frauen, will die Männer als ihre Sklaven sehen und der Inquisitor will das Gleiche für die Frauen.
 
Und im ganzen Kriegschaos ist auch die Geschichte von Logan und Gwen noch nicht zu Ende erzählt …
 
 
Die Charaktere:
 
Magda und Ben waren zwei wundervolle Charaktere. Sie hatten ein Leben wie wir heute und wurden von einem auf dem anderen Tag aus diesem herausgerissen und ins pure Chaos gestürzt. Doch die beiden haben sich nicht in Selbstmitleid gestürzt, sondern haben gehandelt wie es nicht mal Erwachsene tun würden. Die beiden waren ein wundervolles Liebespaar, was sich durch ein Virus gegeneinander gewandt hat und das tat mir im Herzen weh. Die beiden hätten eine reizende Familie gründen können, doch ihre besten Jahre wurden ihnen durch einen unsinnigen Virus geraubt.
  
Meine Meinung:
 
Ein großartiger, dramatischer und spannender letzter Teil. Ich hatte im ganzen Buch ständig Herzklopfen, weil es so gut geschrieben war, dass man sich selbst in jeder Szene hineinversetzen konnte und nie wusste, wie man da heil wieder herauskommen sollte.
 
Die Art und Weise, wie es zu dem Virus und der besagten Impfung kam, halte ich für gar nicht so weit hergeholt. Ein Pharmakonzern, der eine Krankheit erschafft, um sein Heilungsserum, welches überhaupt nicht ausgetestet ist, zu verkaufen. Unvorstellbar? Nicht wirklich, unsere Welt wird von Geld regiert und jeder der wirklich mal drüber nachdenkt kann sich, so einem Szenario sehr gut vorstellen. Für die Betroffenen ist es natürlich unglaublich schrecklich aber auch Ben hat gesagt, eine gute Sache ist in dem ganzen Chaos zu finden, womit ich ihm auch recht gebe:

 
 
„Was immer geschehen war, was immer noch geschehen würde, es hatte auch etwas Gutes. Ein Ende war gleichzeitig auch ein Anfang. So war es schon immer gewesen, seit Anbeginn der Zeit. Es schien, als hätte die Natur diesen Vorgang als Notwendiges, ja geradezu Wünschenswertes in ihr System eingebaut. Nur dem Tod wohne die Kraft eines Neubeginns inne. Nur wenn altes ging, konnte Neues nachkommen. So schrecklich es für die Betroffenen auch sein mochte, so erfüllten sie doch mit ihrem Sterben einen letzten wichtigen Zweck: Sie gaben den Weg frei für die, die nach ihnen kommen würden. Wären sie alle unsterblich, würde es keine Veränderung geben, keine Entwicklung. Nur Stillstand.“


Zitat: Seite 129 
 

 
Unser derzeitiges Leben wird bestimmt von Technik, welche ich auch gar nicht wirklich missen möchte. Die Kommunikation, welche uns heute zur Verfügung steht, ist schon sehr wichtig,  doch manchmal denke ich, dass ein Leben wie es früher war, ohne dieses ganze Hightech gar nicht übel war. Ich lese oft Bücher aus den frühen und späten 19 Jh., in der Zeit wo die Lokomotive noch eine grandiose Erfindung war und wo die Felder noch teilweise per Hand abgeerntet wurden.
 
Denn auch im Leben von Gwen und Logan, Juna und David gab es keine Handys, kein Facebook und Co mehr. Nach dem Virusausbruch haben die Menschen von vorne angefangen, Götter und Glaube spielen wieder eine große Rolle, nicht wie heute, Geld und noch mehr Geld.
 
Es war irgendwo schön zu lesen, was die Frauen
alles mit ihren Händen herstellen. Wie sie Stoffe herstellen und zu Kleidern nähen, Nahrung anbauen und zu essbaren Produkten verarbeiten, wie sie sich mit Schwert und Bogen verteidigen.  Ein einfaches Leben, aber auch ein glückliches, wenn da nicht immer der  Krieg gelauert hätte.
 
 
Fazit:
 
Mein Fazit für die gesamte Trilogie ist eindeutig positiv und noch mehr als das. Die Eden-Reihe ist eine tolle und empfehlenswerte Jugendbuchreihe, welche fast ununterbrochen für Herzklopfen sorgt.

Bei den meisten Trilogien bzw. Bücherreihen ist man, wenn es dem Ende zu geht, doch etwas demütig, hier muss ich sagen, dass ich doch erleichtert war, als ich das letzte Buch schloss. Nicht weil ich hoffte, dass es endlich zu Ende ging, weil es mir nicht gefallen hatte, sondern aufgrund der Tatsache, dass Herr Thiemeyer so schreibt, dass ich teilweise kurz vor einem Herzinfarkt stand. Die Handlung war einfach immer spannend gehalten, besonders der dritte Teil hat bei mir für Herzstörungen gesorgt.
 
Von mir gibt es auch für den letzten Teil volle 5 Fledermäuse.
 
 
Der Autor:
 
Thomas Thiemeyer, geboren 1963, lebt in Stuttgart und arbeitete zunächst als Illustrator. Nach fünf rasanten mystischen Wissenschaftsthrillern – zuletzt "Korona" –, entdeckte er mit den "Chroniken der Weltensucher" höchst erfolgreich das Jugendbuch für sich. Mit "Das verbotene Eden – David und Juna" begann ein neuer großer Zyklus, der in einer bedrohlichen Zukunft spielt. Nach "Logan und Gwen" ist nun "Magda und Ben" der abschließende Band. Mehr Informationen zum Autor unter www.thiemeyer.de

 
Bewertung:

 



Kaufdetails:
  
Format: Hardcover
Seitenanzahl:  448
Preis: 16,99 €
Erscheinungsdatum: 01.August .2013
ISBN-10:  3426653281
ISBN-13:  978-3426653289
 
    
Cover: 

 


 Quelle: DroemerKnauer

Der Verlag:
 



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Dankeschön:

 
Herzlichen Dank an den Droemer-Knauer Verlag für das Rezensionsexemplar.


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