Dienstag, 11. Juni 2013

Rezension zu Bitterzart von Gabrielle Zevin



Rezension 

zu

Bitterzart

von

Gabrielle Zevin






Inhalt:

In der Welt von Anya ist alles ein wenig verquer, denn Schokolade und Kaffee ist verboten, aber Alkohol darf getrunken werden sogar bei den Minderjährigen. Doch wenn das Verbot von Kaffee und Schokolade, für einige Menschen schon unvorstellbar ist, gibt es noch weitere Dinge in Anyas Leben die nicht ganz normal sind. Dazu zählt wohl zumeist, dass  sie aus einer Mafioso Familie stammt.
Ihre Mutter und ihr Vater sind bereits bei Mordanschlägen ums Leben gekommen, übrig sind nur noch die drei Geschwister, Anya,  Leo und Natty sowie deren Großmutter, welche aber bereits im Sterben liegt.

Anyas Familie hat  nicht etwa mit Drogen, Alkohol oder anderen dunklen Geschäfte ihr ihr Geld gemacht, sondern mit der Produktion von Schokolade. Diese Schokolade ist auch eine sehr beliebte wodurch Anyas Familie in der Branche gut angesehen ist. Außerdem hat die Familie viele Kontakte und die Menschen die eigentlich für Recht und Ordnung sorgen sollen werden permanent geschmiert und bestochen, doch dies soll sich ändern.

Anya will nicht wirklich was von diesen Geschäften wissen, viel mehr macht sie sich Sorgen, um ihre noch verbliebene Familie. Denn der Staat hängt über sie wie ein Damoklesschwert  das jeden Moment zuschlagen kann. Das Problem besteht darin, dass Anya sich im Großen und Ganzen um die gesamt Familie kümmert, doch leider hat sie nicht die Erziehungsberechtigung. Diese liegt nämlich bei ihrer Großmutter, sollte diese sterben wird ihr Bruder diese Berechtigung wohl bekommen. Das heißt, wenn sie Glück haben. Denn obwohl Leo bereits volljährig ist, hat er seit dem Tot seiner Mutter, wo er Zeuge war, eine Behinderung welche sich so äußert, dass er eher ein Kind ist als ein erwachsener Mann. Anya glaubt, dass falls der Staat nicht der Meinung ist, dass Leo für die Familie sorgen kann, sie alle in ein Heim gesteckt werden.

Anya hat also massig Probleme, welche ihr schon gehörig das Leben vermiesen und dann verliebt sie sich auch noch in den Sohn des neuen und überkorrekten Staatsanwalts. 


Die Charaktere:
 
Anya hat mir recht gut gefallen, sie war ein starkes Mädchen was schon sehr früh lernen musste was Leben und Tot heißt. Doch sie hat sich nicht unterkriegen lassen und kümmert sich rührselig um ihre Geschwister und Großmutter.  Dass sie ständig ihren Vater zitiert hat mich nach einer Weile ziemlich gestört, das machte für mich den Eindruck, dass sie nicht selbst denkt, sondern nur ihren Vater nachspricht. Jedoch wird in diesen Szenen immer wieder deutlich wie nah sie ihrem Vater stand und wie sehr sie ihn vermisst. Obwohl auf Anyas Schultern jede Menge Verantwortung liegt, lässt sie sich niemals unterkriegen und verteidigt ihren Stolz.

Win, der Sohn des neuen Staatsanwalts, war ebenfalls ein sympathischer Charakter, jedoch fand ich nicht so toll, dass er sich sofort auf Anya fixiert hat. Ich hätte mir mehr Spannung zwischen den beiden in der Anfangsphase ihrer Liebe gewünscht.


Meine Meinung / Fazit:
 
Erst einmal möchte ich erwähnen, dass ich schon lange auf dieses Buch gewartet habe. Der Klappentext hatte mich auf Anhieb überzeugt und ich wollte es am liebsten sofort in den Händen halten und lesen. Als ich es mir pünktlich zum Erscheinungsdatum gekauft hatte, habe ich es auch gleich angefangen zu lesen. Die Geschichte an sich fand ich unglaublich gut. Ich musste so manches Mal lächeln, wenn ich las das Kaffee verboten ist und ich vor mir einen dampfenden Pot zustehen habe und ihn genieße. Genauso ging es mir mit dem Papier, welches ja in Anyas Welt Mangelware war. Ich meine, wir Leser können uns wohl kaum ein Leben vorstellen, in dem Papiermangel herrscht, jedenfalls geht es mir so. 

Ein bisschen enttäuscht war ich von der Lovestory zwischen Anya und Win, obwohl sie sich recht langsam entwickelt hat. Am meisten hat mich gestört, dass Win sich gleich so auf Anya eingeschossen hatte und auch das Einmischen von seinem Vater hat die Liebesgeschichte für mich nicht wirklich interessanter gemacht. Aber ich bin gespannt wie es in „Edelherb“ mit den beiden weitergehen wird.

Da mir, trotz kleiner Mängel die Geschichte doch gut gefallen hat vergebe ich für „Bitterzart“ vier kleine Fledermäuse.



 Über die Autorin: 
 

Gabrielle Zevin hat in Harvard Literatur studiert und lebt in Los Angeles. Sie hat bereits mehrere Romane sowie Drehbücher verfasst. Ihre Bücher wurden in über zwanzig Sprachen übersetzt und mit vielen Preisen ausgezeichnet.






Bewertung: 







Kaufdetails: 

Format: gebundene Ausgabe
Seitenanzahl:  544 Seiten
Preis: 16,99 €
Erscheinungsdatum: 25. April 2013
ISBN-10: 384142130X
ISBN-13: 978-3841421302



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