Donnerstag, 14. März 2013

Rezension zu Leaving Paradise


Rezension
zu
Leaving Paradise



Inhalt:

Das Leben von der 17-jährigen Maggie Armstrong ist seit über einem Jahr nicht mehr so wie es war. Bei einem Autounfall wurde ihr linkes Bein stark verletzt und ist bisher noch nicht vollständig verheilt. Maggie musste ihr geliebtes Tennisspiel aufgeben und statt nun täglich zu ihren Tennisstunden zu gehen, humpelt sie zur Physiotherapie. Maggie ist alles andere als glücklich und sie gibt Caleb die Schuld daran, dass sie nun hinkt.

Caleb ist Maggies Nachbar und zurzeit im Gefängnis, denn er war nicht nur ihr Nachbar, sondern auch derjenige, welcher sie betrunken mit dem Auto angefahren und anschließend den Unfallort einfach verlassen hat.

Nun ist die Zeit gekommen, in der Caleb aus dem Gefängnis entlassen wird und nach Paradise zurückkommt. Es steht unweigerlich fest, dass sie  aufeinander stoßen.

Doch nicht nur Maggie wird von der Vergangenheit eingeholt, auch der Rest seiner Familie kann ihm seine Tat nicht so einfach verzeihen.


Meine Meinung – Achtung Spoilergefahr:


Ich hatte mich damals sehr gefreut, als ich sah, dass auch die anderen Bücher von Frau Elkeles übersetzt und veröffentlicht werden. Leider muss ich sagen, dass „Leaving Paradise“ überhaupt nicht meinen Erwartungen entsprochen hat.  Bei der „Fuentes Trilogie“ wurde ich bei jedem Band sofort gefangen genommen und war bis zur letzten Seite begeistert. Hier war dies leider nicht der Fall.

Dieses Buch liest sich sehr einfach. Der Cliffhanger war gut gemacht und ich hatte auch sofort mit dem zweiten Teil angefangen, wobei ich hoffte, dass er besser werden würde als der erste.


Die Charaktere:

Maggie war mir teilweise zu weinerlich. Ständig hat sie sich beklagt und gesagt „Ich kann das nicht“, das hat mich ziemlich genervt und war stellenweise total überflüssig. Außerdem war sie mir manchmal zu egoistisch, zum Beispiel was ihre Mutter angeht.


<<Aber in Wahrheit vermisse ich meinen Dad jeden Tag. Mehr als alles andere. Und ich weiß, dass er eine neue Frau und ein neues Leben hat. Was ist, wenn Mom und Mr. Reynolds anfangen, mit einander auszugehen? Oder, noch schlimmer, heiraten? Werden sie ebenfalls ein neues Leben ohne mich beginnen wollen?>>
Seite 202


Dass Maggie zum  Außenseiter in der Schule wurde, glaube ich, lag mehr an ihr selbst, als an ihren Mitschülern. Maggie hat sich so in die Rolle des Krüppels hineingesteigert, dass auch alle anderen anfingen, sie so zu sehen. Ich nehme an, wenn Maggie sich mehr dagegen gewährt hätte, wären dumme Kommentar bald ausgeblieben. Schwach ist immer noch der, der sich schwach gibt. 

Den männlichen Hauptcharakter, Caleb, fand ich im Großen und Ganzen recht sympathisch, auch wenn ich seine Entscheidung nicht wirklich nachvollziehen konnte. Dazu muss ich jedoch sagen, dass ich als Einzelkind, Calebs Handeln wahrscheinlich gar nicht einschätzen kann. Jedoch habe ich dazu meinen Freund befragt, der, wie Caleb eine Schwester hat. Er kann seine Entscheidung schon verstehen und könnte sich vorstellen, ebenfalls so zu handeln.  Vielleicht ist das wirklich eine Geschwistersache, die Einzelkinder nicht nachvollziehen können. Aber  ich denke, dass jeder, der einen Fehler begeht, ihn auch selbst ausbügeln muss. Was Calebs Entscheidung ihm und seiner Familie gebracht hat, war schließlich nicht zu übersehen. Ob die Familienverhältnisse jedoch besser gewesen wären, ist meiner Meinung nach nicht zu sagen.

Calebs Mutter ist sehr labil, versucht aber mit einem Lächeln alles wett zu machen, um  in der Nachbarschaft von Paradise gut dazustehen. Das stetige Lächeln fordert jedoch seinen Preis.

Das Oberhaupt der Familie benimmt sich gar nicht wie ein Oberhaupt, denn der Vater lässt sich von Frau Becker ganz schön bevormunden und so wie es für mich aussieht, hat er auch aufgegeben, sich gegen die Mutter aufzulehnen und spielt das ewige Alles-ist-gut-Spiel mit.

Die Nebencharaktere wie Kendra, Briane und Co. waren für mich ebenfalls nicht die sympathischsten Personen. Kendra ist die typische Schulschönheit, der auch Caleb schon verfallen ist. Leider ist ihr Charakter bei weitem nicht so schön, wie ihre äußere Hülle, was auch Caleb nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis bald erkennt.

Brian war früher der beste Freund von Caleb. Leider ist auch dieser auf die schöne aber hinterhältige Zicke Kendra reingefallen und ihr erlegen. Doch nun, da Caleb wieder in Paradise ist, denkt Kendra gar nicht an eine monogame Beziehung mit Brian und macht sich sofort wieder an Caleb heran. Was wieder zeigt, was man von Kendra halten sollte. Doch Brian ist für mich eigentlich ein blinder Charakter, welcher gar nicht das wahre Wesen von Kendra sah oder nicht sehen wollte. Auch hat er seine Freundschaft zu Caleb verraten, da man sich an die Ex-Freundin seines besten Freundes nicht ranschmeißen sollte, vor allem nicht, wenn dieser gerade im Gefängnis sitzt.


Fazit:

Ich vergebe für den ersten Teil der Paradise Dilogie drei Fledermäuschen, es war nicht schlecht, aber es hat mich auch nicht wirklich vom Hocker gerissen. Hinzu kommt, dass ich von der Autorin einfach mehr erwartet habe, aber vielleicht hat sie uns Leser mit der „Fuentes Trilogie“ verwöhnt.

Den zweiten Teil habe ich schon fertig gelesen. Hier folgt in Kürze ebenfalls die Rezension.



Über die Autorin:

Simone Elkeles wuchs in der Gegend von Chicago auf, hat dort Psychologie studiert und lebt dort auch heut mit ihrer Familie und ihren zwei Hunden. Ihre „Du oder das ganze Leben“ Trilogie, für die sie zum „Illinois Autor of the Year“ gewählt wurde, wurde zum weltweiten Bestseller.

Quelle: Leaving Paradise Taschenbuch 


Bewertung:
 

 
Kaufdetails: 

Format: Taschenbuch
Seitenanzahl: 336 
Verlag: cbt
Preis: 8,99 €
Erscheinungsdatum: 14. Januar 2013
ISBN-10: 357030793X
ISBN-13: 978-3570307939


Cover:  



 
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Kommentare:

  1. Tolle Rezension :)
    Bisher haben mir alle Elkeles-Bücher sehr gut gefallen - ich hoffe, der nächste Teil konnte dich mehr überzeugen?

    Liebste Grüße :)
    Nana

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    Antworten
    1. Hey, nein leider konnte mich der zweite Teil auch nicht wirklich überzeugen. Ich hoffe jetzt, dass die nächste Reihe von ihr besser wird.

      Liebe Grüße und schön, dass du hier warst.

      Vampir_Addict

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